24. Mai 2019 Tagebauführung durch Garzweiler Home <-- vorheriger Beitrag

Bei hervorragendem Outdoor-Ausflugswetter trafen sich 25 Mitglieder des Tennisvereins Rot-Weiß Elfgen zur Führung durch den Tagebau  Garzweiler. Unser Vereinsmitglied Theo Schlößer, Bergmann a.D. in den Tagebauen im Rheinischen Revier, erläuterte zunächst im Informationszentrum des Tagebaus  wie “Tagebau” überhaupt funktioniert. Neben der Technik mit Baggern und Co. wurde auch über die Umsiedlung, Entwässerung und Rekultivierung referiert und diskutiert. Anhand einiger Folien wurde zudem die Bedeutung der Braunkohle für die Stromversorgung von heute und in der Zukunft erläutert.
Nach der Theorie durften die Teilnehmer in den Geländebus. Zunächst wurde die Zugbeladung, der Kohlebunker und der  “kleine” Schaufelradbagger 271 angeschaut. Im Anschluss durfte dann auch der Geländebus zeigen, warum er kein normaler Bus ist: die Fahrt ging hinab ins holprige Gelände zur größten Erdbaumaschine der Welt, dem Bagger 288. Auch wenn die kleineren Schaufelradbagger „nur“ 110.000 Kubikmeter am Tag abbauen, der Bagger 288 sogar 240.000 Kubikmeter, so erschienen den Teilnehmern beide Bagger als einfach nur riesig, aber technisch hoch anspruchsvoll.
Die Fahrt führte weiter über die neue Autobahn A44/61n und verdeutlichte den Teilnehmern den Zusammenhang zwischen dem östlichem Restloch vor Jüchen, dem Autobahndamm und dem Tagebauabschnitt mit  der Kohleförderung zwischen Jackerath und Jüchen.
Zum Abschluss der Tagebaufahrt erklärte Theo Schlößer die Wiedernutzbarmachung der rekultivierten Fläche, u. a. die Zwischenbewirtschaftung mit Luzernen, Getreide und Zückerrüben. Auf dem ehemaligen Tagebaugelände der heutigen Köngishovener Höhe konnte dann auch die heute wieder aktive landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Bauern gesehen werden. Aber auch die Themen wie,  forstliche Rekultivierung mit neuen Biotopen,  Blühstreifen, Biodiversität u. a. kamen dabei nicht zu kurz.
Nach dreieinhalb Stunden kam der spannende Ausflug dann leider zum Ende!
Christian Schmidt